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Ich hoffe, ich werde einmal der Mensch werden, für den mein Hund mich hält.

Ungarisches Sprichwort

Rassegeschichte

Wasserhunde sollen schon in vorchristlicher Zeit in verschiedenen Gegenden (Persien, Rom, Portugal) zum Fischfang eingesetzt worden sein. Diese Hunde wurden im alten Rom „canis piscator“ (Fischerhund) genannt oder auch „canis leo“ (Löwenhund) bezeichnet, als Hund, der wie ein Löwe getrimmt war.

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Sie halfen den Fischern beim Ausbringen und Einholen der Netze, trieben und fingen Fische und bewachten Boote und Fang. Außerdem sollen sie in mehreren Fällen Schiffbrüchigen das Leben gerettet haben. In einem mittelalterlichen Text aus dem Jahr 1297 beschreibt ein Mönch die Rettung eines in Seenot geratenen portugiesischen Fischers durch solch einen Wasserhund.

Von England aus brachte der schwedische Graf Stenbock, der in der englischen Armee diente, um 1700 zwei Hunde, die dem friesischen Wetterhoun sehr ähnelten, mit in seine Heimat. Aus England und Schweden sind diese Hunde allerdings heute verschwunden und nur noch in den Niederlanden zu finden

 

 

Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Existenz von Wasserhunden in den Niederlanden erwähnt. Lowys Guicciardyn, ein florentinischer Adliger, berichtete in seiner „Beschreibung der Niederlande“ von einem Wasserhund, der Enten aufstöbert. Auf dem Gemälde des flämischen Meisters David Teniers dem Jüngeren  „Bauernjunge mit Hund“ etwa aus dem Jahr 1642 ist ein Wetterhoun abgebildet.

„Bauernjunge mit Hund“

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Wie die Rasse in die Niederlande gelangte, ist unklar. Es gibt Vermutungen, dass sie mit umherziehendem Volk, durch Aalhändler oder durch Seeleute aus dem Ostseeraum nach Friesland kam. 

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Die Hunde wurden auf Bauernhöfen gehalten. Sie dienten als Wach- und Hofhunde. Seine besondere Fellstruktur machte den Friesischen Wasserhund aber auch für die Jagd auf Otter und Wassergeflügel geeignet. Außerdem wurde er zum Ziehen von Lasten eingesetzt.

Als Teiche, Sümpfe und Seen trockengelegt und kaum noch Otter gejagt wurden, nahm die Zahl der Wetterhoun ab. Auch wurden sie mit dem Stajihoun, einem anderen friesischen Hund gekreuzt. Nach dem 2. Weltkrieg war der Wetterhoun fast verschwunden. Es ist dem Engagement einer Einheimischen zu verdanken, dass diese wundervolle Rasse erhalten blieb.

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